Modul hier, Wechselrichter da, Halterung woanders - wer die Komponenten einzeln kauft, kann theoretisch sparen. Aber lohnt sich der Aufwand wirklich, oder ist das Komplett-Set am Ende der bessere Deal?
Was kostet der Selbstbau wirklich?
| Komponente | Einzelkauf (ca.) |
|---|---|
| 2x Solarmodul 440 Wp | 140-200 € |
| Wechselrichter 800W (normkonform) | 90-150 € |
| Halterung (Gelaender) | 40-80 € |
| Kabel + Stecker | 20-40 € |
| Summe Selbstbau | 290-470 € |
| Vergleich: Komplett-Set | 350-550 € |
Die Ersparnis beim Selbstbau liegt realistisch bei 50-100 € - vorausgesetzt, man erwischt gute Einzelpreise und kauft nichts doppelt oder falsch.
Die typischen Selbstbau-Fallen
- Steckerchaos: Modul mit MC4, Wechselrichter mit anderem Anschluss - ploetzlich fehlen Adapter
- Nicht normkonformer Wechselrichter: Besonders bei sehr guenstigen Importgeraeten fehlt die VDE-AR-N 4105 Konformitaet - damit ist die Anlage nicht zulassungsfaehig
- Spannungsbereich passt nicht: Modul und Wechselrichter muessen elektrisch zusammenpassen (MPP-Spannungsbereich) - wer das uebersieht, verliert Ertrag oder es laeuft gar nicht
- Halterung passt nicht zum Modulformat: Module gibt es in verschiedenen Groessen, nicht jede Klemme passt
Der Mittelweg: Set kaufen, gezielt ergaenzen
Viele fahren gut mit einem Hybrid-Ansatz: Das Basis-Set komplett kaufen und nur dort einzeln ergaenzen, wo das Set schwaechelt - etwa eine hochwertigere verstellbare Halterung statt der oft simplen Beipack-Klemmen, oder ein laengeres Anschlusskabel fuer den eigenen Balkon.
Fazit
Selbstbau spart 50-100 €, kostet aber Recherchezeit und birgt Kompatibilitaetsrisiken. Fuer Einsteiger ist das Komplett-Set die entspanntere und am Ende oft sogar wirtschaftlichere Wahl - fuer Bastler bleibt der Einzelkauf ein legitimer Sport.