Balkon-Photovoltaik, Steckersolar, Balkonkraftwerk – viele Begriffe, eine Technologie. Wir erklären, wie das Ganze funktioniert, einfach und verständlich.
Wie funktioniert Balkon-Photovoltaik?
Die 3 Komponenten erklärt
- Solarpanel: Wandelt Sonnenlicht in Gleichstrom (DC) um. Besteht aus Siliziumzellen, die Photonen in Elektronen umwandeln.
- Mikrowechselrichter: Wandelt Gleichstrom in Wechselstrom (AC) um – so kann der Strom direkt ins Hausnetz eingespeist werden.
- Anschlussleitung: Verbindet den Wechselrichter mit einer geeigneten Steckdose. Bei einer Haushaltssteckdose muss das vollständige System die DIN VDE V 0126-95 erfüllen.
Was passiert mit dem erzeugten Strom?
Sobald du das Kabel einsteckst, fließt der selbst erzeugte Strom automatisch ins Hausnetz. Alle Geräte, die gerade laufen, werden bevorzugt mit diesem Strom versorgt – dein Stromzähler dreht sich dadurch langsamer.
⚡ Beispiel: Dein Balkonkraftwerk produziert gerade 400W. Dein Kühlschrank verbraucht 100W, dein Laptop 50W, deine Lampen 30W – insgesamt 180W. Die restlichen 220W fließen ins öffentliche Netz (ohne Vergütung).
Unterschied zu einer Dachanlage
| Merkmal | Balkonkraftwerk | Dachanlage |
|---|---|---|
| Leistung | bis 800W | 5.000–20.000W |
| Kosten | 300–1.500 € | 10.000–25.000 € |
| Installation | Selbst, 1 Stunde | Elektriker, 1–2 Tage |
| Formalitäten | MaStR; bei Miete/WEG Zustimmung bzw. Beschluss | Netzanschluss und ggf. weitere Genehmigungen |
| Einspeisevergütung | Standard: unentgeltlich; Vergütung wählbar | ✅ Ja, bei erfüllten EEG-Voraussetzungen |