Ein grosser Vorteil des Balkonkraftwerks gegenueber der Dachanlage: Es zieht einfach mit um. Ein paar Formalitaeten gibt es trotzdem - hier die Schritte in der richtigen Reihenfolge.
Schritt 1: Abbau - einfacher als der Aufbau
Stecker ziehen, Kabel lösen, Halterung abschrauben, fertig. Wichtig beim Transport: Module niemals flach aufeinander stapeln ohne Polsterung dazwischen - die Glasoberfläche und vor allem die Zellen darunter sind empfindlich gegen punktuellen Druck. Am besten senkrecht transportieren, wie eine Glasscheibe, mit Decken gepolstert.
Schritt 2: Ummeldung im Marktstammdatenregister
Das ist der wichtigste Verwaltungsschritt: Im Marktstammdatenregister musst du den Standort deiner Anlage aktualisieren. Das geht online im gleichen Portal, in dem du die Anlage ursprünglich angemeldet hast - einloggen, Anlage auswählen, neuen Standort eintragen. Dauert etwa 10 Minuten und ist kostenlos.
Schritt 3: Neue Wohnung, neue Zustimmung
In der neuen Mietwohnung brauchst du wieder die Zustimmung des Vermieters - die alte gilt nicht weiter. Am besten schon vor dem Umzug schriftlich anfragen, damit du direkt nach dem Einzug montieren kannst. Bei Eigentumswohnungen entsprechend der Beschluss der Eigentümergemeinschaft.
Lohnt sich der Umzug der Anlage ueberhaupt?
Fast immer ja. Der Abbau- und Aufbauaufwand liegt bei 1-2 Stunden, die Ummeldung bei 10 Minuten. Verkaufen und neu kaufen wuerde dich dagegen deutlich mehr kosten - gebrauchte Anlagen erzielen selten mehr als 50-70% des Neupreises, waehrend deine eingespielte Anlage am neuen Standort einfach weiterlaeuft.
Fazit
Das Balkonkraftwerk zieht problemlos mit um: sicher transportieren, Standort im Marktstammdatenregister aktualisieren, neuen Vermieter fragen - mehr ist es nicht. Ein Nachmittag Aufwand, und die Anlage produziert am neuen Zuhause weiter.